Im Spätherbst 1989 fanden sich einige verwegene Mitglieder der damaligen Eferdinger Theatergruppe bei einer Gulaschsuppe und einem Seiterl Bier im Hinterzimmer vom ehemaligen Cafe Mucki am Stadtplatz zu konspirativen Gesprächen zusammen. Das Resultat bestand aus einer internen Silvesterparty mit Programm für die Theatergruppe und einigen Freunden.
Im Februar 1990 fand diese Party ihre Fortsetzung als erste Faschingssitzung mit Sketches, Travestien, Parodien und musikalischen Einlagen im kleinen Saal des damaligen Pfarrheims vor interessierten Freunden und Bekannten. Durch den Erfolg ermuntert, wurde die Sektion "Gaukler" in der Theatergruppe mit der ersten Präsidentin Helga Schachinger gegründet.
Ab 1991 fanden die Gauklerfeste dann im großen Pfarrsaal - später Stadtsaal - unter der Patronanz von Robert Zauner, statt. Der monetäre Misserfolg der ersten Jahre (60 - 100 Gäste) stachelte uns Gaukler zu noch längeren, intensiveren, kreativeren Nächten in Mucki's Hinterzimmer an. Nach drei bis vier Jahren - und einigen Entwöhnungskuren ;-) - war das Gauklerfest im Eferdinger Faschingsleben fest verankert.
Zum Glück bekam die Gauklerfamilie in den folgenden Jahren auch immer wieder Zuwachs.
Durch den kreativen Zugang ermutigt, und von vielen Seiten gefordert, wurde unter Präsident Ernst Schiefersteiner im Fasching 2012 die Republik Gauklerland ausgerufen. Seit 2014 findet das Gauklerfest im neu renovierten Bräuhaus unter großem Zuspruch der Gauklerlandbewohner aus Eferding, Fraham, Hinzenbach, Pupping und Gästen aus Nah und Fern ihrer Heimat statt.
Die Gauklerfamilie bedankt sich auf diesem Wege auch bei allen
Sponsoren und Mäzenen für ihre Unterstützung!
Wir wünschen allen Besuchern dieser Seite - und uns - noch viele schöne, heitere, gemeinsame
Gauklerfeste und grüßen mit einem dreifachen
WÜ MAU - WÜ MAU - WÜ MAU
Heinz Steiner, Präsident
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Der "Schlachtruf" der
Eferdinger Gaukler
lautet
WÜ MAU
"Wilder Mann"
Die Geschichte dazu:
Die Sage vom Wilden Mann
Vor Zeiten belagerten Räuber Eferding. Beutegierig setzten sie alles daran die Stadt in ihre Hände zu bekommen. Was die Eferdinger Bürger auch unternahmen, es gelang
nicht das Gesindel zu vertreiben. Schließlich musste sich der Stadtrat dem Unvermeidlichen beugen. Schweren Herzens wurde beschlossen, die Tore zu öffnen und die Stadt den Feinden zu
übergeben.
Ein Schneider aber wollte sich damit nicht abfinden. Er bat den Stadtrat um einen Tag Frist. Die nutzte er um mit seinen Gehilfen einen riesigen Strohmann zu bauen.
Mit Fellen bekleidet, die Arme erhoben, mit langen Krallen an den Fingern, am Kopf mächtige Hörner, dazu ein weit aufgerissenes Maul – so erschreckte dieses gewaltige Ungetüm sogar die, die es
gebaut hatten. Mit Seilen und Rollen wurde »der Wilde Mann« gegen Abend zum Schaunberger Tor bewegt. Alles in der Stadt war auf den Beinen. Auf das Kommando des Schneiders wurde in Pfeifen
geblasen, Pfannen geschlagen, mit Blechbüchsen gescheppert, auf Töpfen getrommelt, Trompeten erklangen. Dazu brüllten, schrien und kreischten alle so laut sie konnten.
Selbst die Belagerer vor der Stadt wurden auf den Lärm aufmerksam. Sie kamen zur Stadtmauer um zu sehen, was denn da vor sich ging. Langsam richteten die Eferdinger
den scheußlichen Strohmann auf. Als seine weit aufgerissene Fratze im Halbdunkel der Dämmerung hinter der Stadtmauer zum Vorschein kam, packte die Belagerer das Grauen. Entsetzt stürmten sie
davon.
Die Eferdinger aber ließen ihren »Helden« hochleben.
Als Träger des Stadtwappens ist der Wilde Mann selbst heute noch am alten Rathaus zu sehen.
© Helmut Wittmann
WÜ MAU - WÜ MAU - WÜ MAU
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Imagefilm der Eferdinger Gaukler aus dem Jahr 2016